Niedrige Zinsen befeuern Immobilien als Private Altersvorsorge

Gleich zwei Zinsniveaus ändern die Sicht der Bundesbürger auf die ihrer Ansicht nach richtige Form der Privaten Altersvorsorge. Sowohl die Sparzinsen und damit die Zinserträge aus Neuverträgen von Riester Rente und Kapitallebensversicherung sind niedrig, wie auch die Bauzinsen derzeit immer noch niedrig sind. Dadurch wächst der Wunsch der Deutschen, für die Vorsorge aufs Alter auf Wohneigentum zu setzen, und sich entweder ein Haus zu kaufen oder zu bauen oder sich eine Wohnung zu bauen. Dies zeigt auch das Ergebnis der aktuellen Postbank-Studie “Altersvorsorge in Deutschland”.

Der niedrige Garantiezins, den es bei der kapitalbildenden Lebensversicherung und der Riester Rente, gibt, sorgt dafür, dass sich immer weniger Bundesbürger für diese Formen der Privaten Altersvorsorge interessieren. Anders sieht es indes mit der Immobilie als Vorsorge für das Alter aus. Hier tun die niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen ein Übriges, um diese Art der Altersvorsorge für immer mehr Verbraucher interessant zu machen.

Doch nicht nur die niedrigen Bauzinsen sind es möglicherweise, welche diese Form der Vorsorge für das Rentenalter so deutlich befeuern. Auch die Sorge der Bundesbürger um die Zukunft ihres Geldes und die Sicherheit von Spareinlagen bei Banken sorgen wohl dafür, dass das eigene Heim als Haus oder Eigentumswohnung wieder an Bedeutung gewonnen hat. Dieter Pfeiffenberger, der Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung der Postbank, dazu: “Die eigenen vier Wände sind inzwischen mit weitem Abstand die beliebteste Form in Deutschland, für das Alter vorzusorgen”.

Damit hat sich ein Trend gewandelt, der lange Zeit durchaus der Vergangenheit angehören schien und hat neue Fahrt gewonnen. Das Eigenheim ist wieder attraktiv, der Immobilienmarkt je nach Region schon fast leergegrast, und die Immobilienpreise ziehen je nach Ort weiter deutlich an. Während viele Eigenheimbesitzer in den letzten Jahrzehnten mitunter belächelt wurden und Bausparen schon der Vergangenheit angehören zu schien und nur für „Spießer“ interessant schien, hat sich das Blatt in Deutschland längst gewendet.

Die Postbank-Studie “Altersvorsorge in Deutschland” gibt es inzwischen das zehnte Mal in Folge, auch 2013 wurde sie dabei erstellt in Zusammenarbeit der Postbank mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. Für die repräsentative Studie wurden insgesamt 1.553 Bundesbürger ab einem Alter von 16 Jahren befragt. Dabei gaben 2013 gleich gut 2/3 aller Deutschen an, dass sie das „eigene Haus oder eine eigene Wohnung als “ideale Form der

Alterssicherung”“ ansehen. Damit wird die Immobilie mittlerweile auch als sicherste Form der Privaten Altersvorsorge gesehen, was den Kauf von Eigenheimen und Eigentumswohnungen natürlich zusätzlich befeuert, neben dem hohen Anreiz durch die niedrigen Zinsen für Immobilienfinanzierungen und Baukredite.

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