Forward-Darlehen für Baudarlehen

In der folgenden Übersicht finden Sie eine Auswahl der derzeit besten Anbieter und Vermittler der Forward-Darlehen für Baudarlehen. Hier können Sie sich bereits von den jeweiligen Anbietern die unverbindlichen Angebote, Laufzeiten sowie zu zahlende Tilgungszinsen der Forward Darlehen für Anschlussfinanzierungen und Neubauten einholen. Weitere Informationen zu Anschlussdarlehen finden Sie unter dem tabellarischen Forward-Darlehen Vergleich:

Anbieter Summe Zins Bemerkung Info
Dr. Klein Baufinanzierung 75.000-2.000.000€ ab 1,68%
bis 3,09%
Vorlaufzeit:
12 – 60 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 bis 360 Monate
ING-DiBa Baufinanzierung 50.000 – 200.000€ ab 2,12%
bis 3,45%
Vorlaufzeit:
12 – 36 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 bis 180 Monate
DTW Immobilienfinanzierung ab 25.000€,
ohne fixe Obergrenze
ab 1,62%
bis 3,23%
Vorlaufzeit:
12 – 60 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 bis 360 Monate
Interhyp Baufinanzierung auf Anfrage variabel Vorlaufzeit:
12 – 60 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 bis 360 Monate
Baufi24 Baufinanzierung ab 50.000€,
ohne fixe Obergrenze
ab 1,82%
bis 3,22%
Vorlaufzeit:
12 – 60 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 bis 300 Monate
Sparda Bank München Baufinanzierung 50.000-500.000€ ab 2,09%
bis 3,36%
Vorlaufzeit: (München)
12 – 36 Monate
Baudarlehen Laufzeit:
60 – 240 Monate

Kostenloses Angebot für ein Forward-Darlehen zur Anschlussfinanzierung anfordern

Wenn Sie sich für ein Forward-Darlehen zur Anschlussfinanzierung interessieren, können Sie nachfolgend eine kostenlose Beratung sowie ein unverbindliches Angebot der Dr. Klein AG anfordern. Seit über 50 Jahren am Markt kann die Dr. Klein AG auf über 100 namhafte Banken im tagesaktuellen Baugeldvergleich zurückgreifen. Laut Stiftung Warentest ist die Dr. Klein AG im Jahrestest 4/2013 der Fachzeitschrift Finanztest „Bester Anbieter“ für Immobilienkredite:

Was ist ein Forward-Darlehen – Wie funktioniert es?

Das Forward-Darlehen wurde Mitte der 1990er Jahre von dem Finanzierungsvermittler Dr. Klein zunächst als Produkt für gewerbliche Immobilienfinanzierer entwickelt, gehört aber zwischenzeitlich zu den Standard-Produkten, die nahezu jeder Anbieter von Baudarlehen in seiner Produktpalette führt. Genau genommen handelt es sich um ein ganz normales Annuitätendarlehen, durch das die jeweils aktuellen Konditionen gesichert werden können für eine Finanzierung, die erst in der ferneren Zukunft benötigt wird.

Möglich ist ein Vorlauf von bis zu sechzig Monaten. Doch im Unterschied zu einem herkömmlichen Immobilienkredit werden für die Vorlaufzeit keine Bereitstellungszinsen von in der Regel 0,25 Prozent pro Monat in Rechnung gestellt, sondern die Kosten der Vorlaufzeit sind durch einen Zinsaufschlag zu bezahlen, der zu einer Verteuerung des Forward-Darlehens während der gesamten Darlehenslaufzeit führt.

Forward-Darlehen – Vorteile/Nachteile

Wie bei jeder Zinssicherung ist auch mit der Aufnahme eines Forward-Darlehen eine Spekulation verbunden: Wer ein solches Produkt abschließt, geht davon aus, dass der jeweils aktuell geltende Zinssatz zu dem Zeitpunkt, zu dem er das Darlehen tatsächlich benötigt, nicht mehr erhältlich sein wird. Deshalb sichert er sich die aktuell gültigen Konditionen für einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren unter Hinnahme eines kleinen Zinsaufschlages.

Der Vorteil einer solchen Maßnahme liegt auf der Hand: Unabhängig von den Veränderungen an den Kapitalmärkten erhält der Kreditnehmer eine feste Kalkulationsbasis für viele Jahre.

Doch darin kann gleichzeitig auch der Nachteil eines Forward-Darlehen liegen. Denn nach Vertragsabschluss ist der Kreditnehmer nicht nur vor steigenden Zinsen geschützt, sondern kann auch an unter Umständen weiter fallenden Zinsen nicht mehr partizipieren. Und auch dann, wenn sich das Zinsniveau für eine vergleichbare Laufzeit nicht weiter nach unten bewegen sollte, sondern bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mittel aus dem Forward-Darlehen benötigt werden, unverändert bleibt, erwächst ihm aus dem Forward-Darlehen ein Nachteil: Den Zinsaufschlag hätte er sich in diesem Fall ersparen können.

Forward-Darlehen – wann sinnvoll?

Ein Forward-Darlehen ist deshalb grundsätzlich nicht sinnvoll, solange die Zinsen weiter fallen. Doch selbst einem Verbraucher, der sich täglich über die Entwicklungen am Kapitalmarkt auf dem Laufenden hält, wird es nicht möglich sein, exakt das tiefste Zinsniveau zum Abschluss des Forward-Darlehens nutzen zu können. Denn die Zinssätze bewegen sich nicht konstant in eine Richtung, sondern gleichen oft einer Zickzack-Linie. Insbesondere im Zuge der Euro- und Schuldenkrise ist die Zinsentwicklung kaum mehr vorhersehbar.

Wer an einer günstigen Anschlussfinanzierung interessiert ist, muss deshalb nicht bei jeder leichten Aufwärtsbewegung sogleich abschließen, doch er sollte für sich eine persönliche Höchstzinsgrenze bestimmen und die Konditionen sichern, sobald die Zinsen sich dieser Grenze nähern. Eher wenig Aussagekraft haben alle Zinsentwicklungen der Vergangenheit, denn die seit Jahren anhaltenden, weit über den deutschen Markt hinaus zu beobachtenden Turbulenzen sind mit keiner bisherigen Situation der letzten sechzig Jahre vergleichbar.

Eines sollte nicht vergessen werden: Ein zu einem historischen Tiefstzinssatz abgeschlossenes Forward-Darlehen wird nicht dadurch schlecht, dass die Zinsen nach Abschluss wider Erwarten noch ein wenig weiter fallen. Aber es garantiert von Zinssorgen unbelastete Nächte und macht den Kopf frei für andere Dinge.

Forward-Darlehen Vergleich – Worauf achten?

Die Kosten eines Forward-Darlehens liegen in der Regel bei 0,02 bis 0,03 % pro Monat Vorlaufzeit, können aber je nach Anbieter auch bis zu 0,05 % pro Monat betragen. Bei einem Vorlauf von zwei Jahren würde das rechnerisch eine Verteuerung von 0,48 bis 1,20 % auf den vereinbarten Zinssatz bedeuten. Doch die tatsächliche Verteuerung ist geringer, denn der Zinsaufschlag wird bei fast allen Anbietern erst ab dem Zeitpunkt gerechnet, zu dem für ein reguläres Darlehen die Bereitstellungszinsen zu zahlen wären. Dadurch kann eine kostenfreie Zeit von 3 bis zu 12 Monaten entstehen.

Bei relativ kurzen Vorlaufzeiten empfiehlt es sich, die Kosten eines regulären Darlehensabschlusses unter Berücksichtigung von nach einigen Monaten anfallenden Bereitstellungszinsen gegenzurechnen.

Beim Vergleich von Forward-Darlehen muss somit neben dem Basiszinssatz und dem vom Anbieter verlangten Zinsaufschlag immer auch die bei diesem Anbieter regulär geltende bereitstellungszinsfreie Zeit berücksichtigt werden.

Da Forward-Darlehen nicht nur bei dem erstfinanzierenden Institut, sondern auch bei jedem anderen Anbieter abgeschlossen werden können, ist es zudem von Vorteil, wenn der Anbieter des Forward-Darlehens einen Teil der mit der Ablösung entstehenden Kosten (Grundbuchänderung) übernimmt. Solche Angebote gehören zwar nicht zur Regel, sind aber durchaus üblich.

Über diese Punkte hinaus ist bei einem Forward-Darlehen auf alle Vertragsbestandteile zu achten, die auch bei einem herkömmlichen Baudarlehen zu beachten sind. Dazu zählen;

  • Sondertilgungsmöglichkeiten,
  • die Möglichkeit, den Tilgungssatz zu verändern,
  • Fälligkeits- und Tilgungsverrechnungstermine,
  • die Möglichkeit einer Restschuldversicherung,
  • mögliche Nebenkosten

 
und vieles anderes.

Forward-Darlehen – Voraussetzungen/Anschlussfinanzierung/Erstfinanzierung

Bei einem Forward-Darlehen handelt es sich um einen Immobilienkredit, der immer nicht nur durch eine Grundschuld zu besichern ist, sondern dessen Zinssatz sich auch maßgeblich an dem Beleihungsauslauf orientiert. Deshalb gilt für das Forward-Darlehen wie für jedes Baudarlehen, dass das Beleihungsobjekt entweder schon bestehen muss oder aber die Planung so konkret sein muss, dass es dem ausreichenden Institut möglich ist, einen belastbaren Beleihungswert zu ermitteln. Damit bietet sich ein Forward-Darlehen für eine Erstfinanzierung in der Regel nicht an.

Das Forward-Darlehen wurde entwickelt, um bei steigenden Zinsen rechtzeitig die Konditionen für die Anschlussfinanzierung sichern zu können und kommt von vielleicht wenigen denkbaren Ausnahmen abgesehen auch nur in diesem Zusammenhang zum Einsatz. Die Betragsuntergrenze für ein Forward-Darlehen liegt in der Regel bei 50.000 Euro.

Forward-Darlehen kündigen – Vorfälligkeitsentschädigung

Da jedes mit einer Zinsfestschreibung versehene Forward-Darlehen wie jedes Hypothekendarlehen durch langfristige Anleihen refinanziert wird, gelten auch in Bezug auf eine Kündigung vor Ablauf der gewählten Zinsperiode oder bei einer teilweisen vorzeitigen Rückführung während der Zinsbindungsphase die von Hypothekendarlehen bekannten Regeln:

  • Sofern im Darlehnsvertrag nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden ist, fällt in einem solchen Fall eine Vorfälligkeitsentschädigung, oder, sofern das Forward-Darlehen noch nicht valutiert worden sein sollte, eine Nichtabnahmeentschädigung an. Selbstverständlich gilt das nicht für eventuell im Vertrag vereinbarte Sondertilgungsmöglichkeiten.
  • Und auch das gesetzlich gesicherte Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nach Ablauf von zehn Jahren ab Abschluss eines zinsgesicherten Darlehens ist auch auf ein Forward-Darlehen anzuwenden.

 
Angeboten wird in seltenen Ausnahmefällen auch eine jederzeit mögliche Kündigung gegen einen entsprechenden Zinsaufschlag. Ob eine solche Vereinbarung sinnvoll ist, kann ohne Kenntnis der jeweiligen Lebensplanung und losgelöst von der jeweiligen Zinssituation nicht pauschal beantwortet werden; im Regelfall ist davon eher abzuraten.

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